Jarrima

siehe auch: Spielwerte Jarrima

Stamm: Mangaridji

Aus dem Outback nach Frankfurt

Wie es so jemanden wie mich nach Frankfurt verschlagen hat? Tja Chummer, das ist eine lange Geschichte.

Alles fing damit an, dass ich in die kleine Welt meines Stammes, der Mangaridji, als Mädchen geboren wurde.

Oh ja, ich weiß daß viele westliche Feministinnen behaupten, wir Frauen hätten ja unsere eigene Magie, mit eigener Bedeutung. Das mag auch auf einige Stämme zutreffen, für die Mangaridji im Jahre 2060 ist es aber Koalashit. Natürlich ist es nicht so schlimm, wie es diese sexistischen verklemmten weißen Wissenschaftler vor 150 Jahren dargestellt haben, aber die wirklich interassanten Pfade sind dir trotzdem verschlossen als Frau. Mit spannenden Initiationsriten ist auch nichts. Ohne Mandu, der mich heimlich ausgebildet hat, wäre ich nicht zu dem geworden, was ich bin. Und ich hab einiges drauf, musst du wissen. Er war der Meinung, daß unser Stamm die traditionellen Pfade verlassen und sich bei der Bewahrung des Landes auch dem Ausserhalb öffnen muss, ohne daß wir unsere Traditionen vergessen. Leider haben die Elder das nicht so gesehen und wir wurden ausgestossen, als Mandu mit mir einen magischen Initiationsritus vorgenommen hat, der eigentlich Jungen vorbehalten ist. Da war ich 16. Wir sind dann nach Darwin gegangen und haben gesehen, wie schrecklich das Leben für entwurzelte Aboriginals sein kann. Mandu hat das ziemlich bald das Leben gekostet. Dabei hab ich ihm gesagt, er soll sich nicht mit dem Yakuza-Typen anlegen, der ihm sein Churringa geklaut hat. Danach bin ich eine Zeit ziemlich abgestürzt. Um was zu tun, bin ich dann zu den Rainbow-Serpents gegangen, das ist so eine 'Wir holen uns unser Land zurück'-Organisation. Anfangs war das auch ganz nett. Wir haben den Konzernen teilweise ganz schön eingeheizt. Aber mit der Zeit ist mir klar geworden, daß bei den Serpents einiges im Argen liegt. Da gibt es die Chefs, die 'großen Zauberer', die alles besser wissen und meinen allein bestimmen zu können, was das Richtige für das Land ist, gleichzeitig aber ihr eigenes Süppchen kochen. Die meisten Leute aus den Stämmen blicken zu denen voller Ehrfurcht auf und tun alles, was sie sagen. Aber am schlimmsten sind die Fans aus Europa und Nordamerika. Die haben zwar keine Ahnung, sind aber voller romantischer Phantasien. Denen kann man schlicht jeden Blödsinn auftischen. Ein paar sind dabei, die wissen wenigstens, wie man coole Aktionen macht. Aber die Mehrzahl sind leider Volltrottel. Das Highlight war dann das Ding mit der Rangermine. Da haben die uns einfach verheizt, ohne uns zu sagen, daß es da offensichtlich gar nicht um Uranabbau ging, sondern um irgendein heiliges Artefakt. Da hatte ich endgültig die Schnauze voll.

Wie ich dann hierher gekommen bin? Die anderen haben mir erzählt, daß da so eine kleine Gruppe die Mine ganz allein erledigt hat. Eigentlich wollte ich ja nur mal sehen, was das für eine coole Truppe ist. Da hab ich mich also angehängt, ohne daß sie was gemerkt haben. Leider haben sie mich dann am Mount Shasta geschnappt. Da gabs dann ordentlich Stress. Danach fehlen mir irgendwie 2 Tage. Sehr seltsam. Dann haben sie mich zu dieser Drachenlady nach Frankfurt geschickt, damit ich lernen kann, eine richtige Runnerin zu sein.

Wie, du glaubst mir nicht … Was heißt hier zu dick aufgetragen … Hey, du kannst mich mal.

shadowrun/jarrima.txt · Zuletzt geändert: 2011/11/10 22:28 (Externe Bearbeitung)